Die weltweite Tischtennisgemeinschaft umfasst ca. 414 Millionen Spieler:innen, von denen knapp die Hälfte den Sport aktiv im Verein betreiben, während die anderen der kleinen, weißen Kugel nur in der Freizeit hinterherjagen. Wir wollten wissen, welcher Ball der beste ist und ob die seit 2014 eingeführten Bälle aus Plastik an die Qualität von Zelluloidbällen heranreichen.  

Jan und Jakob aus Geisenheim (Hessen)

Jan und Jakob aus Geisenheim (Hessen) testeten Tischtennisbälle.

Untersuchungsmethode

Wir wählten acht Bälle aus, darunter professionelle Wettkampfbälle und Bälle für den Hobby- bzw. Freizeitbereich. Diese unterzogen wir einer systematischen Prüfung. Wir nutzten dazu Messgeräte aus Schule und Haushalt, ein Videoanalysetool zur Bewegungserfassung und einen Tischtennisroboter. Unsere Tests haben wir in vier Kategorien eingeteilt (in Klammern steht die maximal erreichbare Punktzahl):  

  • Spielverhalten (35 Punkte): Hier prüften wir Flugverhalten, Rotation und Geschwindigkeit der Bälle. Mit dem Tischtennisroboter gelang es uns, die Bälle gezielt mit einem bestimmten Spin, einer bestimmten Geschwindigkeit und einem bestimmten Winkel repetitiv zu spielen und so eine möglichst hohe Vergleichbarkeit zu erzielen. Mit der Kamera hielten wir die verschiedenen Flugkurven fest. Zusätzlich zu diesen Analyseergebnissen ließen wir 12 Vereinsspieler:innen die Bälle im Praxistest bewerten. 
  • ITTF-Kriterien (30 Punkte): Die International Table Tennis Federation (ITTF) legt bestimmte Standards fest, die ein wettkampffähiger, also ITTF-geprüfter Ball erfüllen muss. Wir prüften danach Gewicht, Durchmesser, Verarbeitung der Schweißnaht, Weißwert, Ballabsprung und auch die Kontinuität. 
  • Stabilität + Langlebigkeit (20 Punkte): Wir belasteten jeden Ball mit einer 5 kg-Hantelscheibe, um die Kräfte zu simulieren, die auf einen Ball bei einer üblichen Beschleunigung auf 140 km/h einwirken. Im Ofen haben wir die Bälle auf 60 Grad erhitzt und den Drucktest erneut durchgeführt. So untersuchten wir, wie sich ein Ball verhält, der länger auf der Tischtennisplatte in der Sonne liegen bleibt. Außerdem untersuchten wir, wie leicht die Bälle Schmutz annehmen.  
  • Sonstiges (15 Punkte): Zur Bewertung der Optik des Balls und der Verpackung erstellten wir eine Online-Umfrage, an der insgesamt 122 Personen teilnahmen. Außerdem prüften wir den Service der Anbieter und bewerteten deren Webseiten. 

Ergebnisse

In der Regel lagen die höherpreisigen Wettkampfbälle in unserem Test vorn. Die Plastikbälle konnten, obwohl es technische Fortschritte gab, ihren Vorgängern aus Zelluloid nicht ganz das Wasser reichen. Wir vermuten, dass dies aber bald der Fall sein wird.  

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