Wandern ist total langweilig? Von wegen! Wir wollten wissen: Welcher Rundwanderweg in Nordrhein-Westfalen ist der beste, insbesondere für Jugendliche? Wie gut sind die Wege hinsichtlich Ausstattung, Navigation, Erreichbarkeit, Naturerlebnis, Sicherheit und Planbarkeit? Wo werden Wanderer für die Anstrengung und den Zeitaufwand mit besonderen Naturerlebnissen oder Ausblicken belohnt?

Matyas und Jonas aus Essen (Nordrhein-Westfalen) testeten Wanderwege
Untersuchungsmethode
Dazu wählten wir sieben Rundwanderwege im Ruhrgebiet und darüber hinaus aus und prüften diese anhand von mehr als 30 Kriterien, die jeweils einer von unseren sechs Prüfkategorien zugeordnet werden können. In jeder Kategorie konnte eine bestimmte Maximalpunktzahl erreicht werden:
- Ausstattung (20 Punkte): Bänke, Mülleimer, Gastronomie, Toiletten…
- Navigation (30 Punkte): Beschilderung, Übersichtskarten, Stimmigkeit der Entfernungsangaben…
- Erreichbarkeit (20 Punkte): Parkplätze, Nähe und Taktung ÖPNV…
- Natur- und Kulturerlebnis (50 Punkte): Bodenbeschaffenheit, Landschaftstypen, Gewässer…
- Sicherheit (15 Punkte): Hindernisse (z. B. umgekippte Bäume), Gefahrenstellen (z. B. Straßenquerungen), Notruftafeln…
- Planung (15 Punkte): Webseiten, GPX-Daten, Genauigkeit Länge und Höhenmeter…
Ergebnisse
Am Ende des Prozesses stand nicht nur ein Testsieger fest (123 von 150 möglichen Punkten). Es war uns sogar gelungen, einige unserer Mitschülerinnen und Mitschüler für den Wandersport zu begeistern, wenn diese uns auf unseren Touren begleiten durften. Einfach zu behebende Mängel sind fehlende Beschilderung, Notruftafeln, Mülleimer und Bänke. Größeres Verbesserungspotential sehen wir bei Streckenführung und Vermeidung von Gefahrenstellen.

